exzellenzblog

Seminar "Web2.0" am ISK der RWTH Aachen

Lange Rede, kurzer Sinn…

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Das Seminar „web2.0“ gehört zum Studiengang „Sprach-u. Kommunikationswissenschaft“. Soweit erzähl ich hier nichts Neues. Ein Blick in die Beschreibung des Studiengangs veranschaulicht auch seine Berechtigung: “Sprach- und Kommunikationswissenschaft beschäftigt sich zum einen mit den Strukturen sprachlichen Wissens und seiner Verarbeitung und zum anderen mit den soziokulturellen und medialen Bedingungen menschlicher Kommunikation.“ (RWTH Aachen Homepage; http://www.rwth-aachen.de/aw/main/deutsch/Zielgruppen/studierende/Studienangebot/Dokumente/~gkf/sprach-_und_kommunikationswissenschaft/). Die aufkeimende interessante Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings: warum lernen wir einerseits den korrekten Umgang mit Sprache, d.h. korrektes schreiben in Hausarbeiten, sicheres Anwenden von grammatikalischen Formen, etc. und in den sogenannten web2.0 Formaten wird geflissentlich darüber hinweg gesehen.

Das man sich einen Account zulegen muss, um sich auf einer Homepage einzuloggen und einen Comment zu posten, versteht und beherrscht heutzutage jeder zehnjährige (wahrscheinlich sogar eher als mancher Erwachsene) und wird deshalb an dieser Stelle nicht betrachtet. Auch werden hier Programmiersprachen nicht weiter beleuchten, sind sie doch eine eigene, eher als Fremdsprache aufzufassende Gattung.

Ich möchte mich selbst gerne als Internetbewandert bezeichnen. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen und dank des 56k Modems meines Vaters auch mehr oder weniger seit der ersten Stunde dabei. Trotzdem fehlt mir der Zugang zu manchem, vor allem in Foren, Blogs und Chats Verfasstem. Ein Blick in die allseits geschätzte Wikipedia verstärkt meine Depression. Dort heißt es unter  „Liste von Abkürzungen (Netzjargon)“ (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_%28Netzjargon%29)

„Diese Seite listet eine Auswahl von Abkürzungen und Akronymen, die im deutschsprachigen Netzjargon allgemein üblich sind und in Chats, Instant Messengern, Diskussionsforen und ähnlichem von praktisch jedem verstanden werden.“

Ok, bei BTW („by the way“) oder den FAQs („Frequently Asked Questions“) komm ich mit und ich denke jeder hat auch schon mal „loud-out-gelaught“ (LOL=„Laughing Out Loud“), aber als ich neulich las, dass jemand „ kurz AFK“ aber „BRB“ und wenig später „B2K“ war und in einem weiteren Foren beitrag einem User „PEBKAC“ an den Kopf geworfen wurde und er sei der „DAU“, um ihm die nette Empfehlung „RTFM“ oder „JFGI“ auszusprechen, war ich überfordert und griff auf die oben genannte Liste zurück. Kurz übersetzt für Leidensgenossen: der erste User war kurz „Away From Keyboard“ aber „(Be) Right Back“ und dann „Back To Keyboard“. Der Forum-User war wohl ein Neuling, denn er wurde als das „Problem (Exists Between Keyboard And Chair)“ und als „Dümmster Anzunehmender User“ identifiziert. Empfohlen wurde ihm die Bedienungsanleitung zu lesen („Read The Fucking Manual“) oder es einfach mal zu googlen („Just Fucking Google It“).

Zugegeben, für viele mag dies Alltagssprache sein. Gerade Gamer nutzen und schätzen die Möglichkeiten des schnellen Kommunizierens. Oft hat man keine Zeit für ganze Sätze, da sonst schon der nächste „Headshot“ droht. Aber für Forenbeiträge, die gerade auch von  Laien besucht werden um aufkeimende Fragen beantwortet zu bekommen, gebietet sich eine allseits verstandene Art des Kommunizierens, da hier der Zeitfaktor auch keine Rolle spielt.  Naja, das ist natürlich alles natürlich nur IMHO mein POV und JFYI. Viele denken sich bestimmt jetzt „OMG, PLONG!“. SCNR.CYAL8R!

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Written by dominikpache

Februar 24, 2010 um 10:06 pm

Veröffentlicht in Uncategorized

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