exzellenzblog

Seminar "Web2.0" am ISK der RWTH Aachen

Archive for Februar 2010

Lange Rede, kurzer Sinn…

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Das Seminar „web2.0“ gehört zum Studiengang „Sprach-u. Kommunikationswissenschaft“. Soweit erzähl ich hier nichts Neues. Ein Blick in die Beschreibung des Studiengangs veranschaulicht auch seine Berechtigung: “Sprach- und Kommunikationswissenschaft beschäftigt sich zum einen mit den Strukturen sprachlichen Wissens und seiner Verarbeitung und zum anderen mit den soziokulturellen und medialen Bedingungen menschlicher Kommunikation.“ (RWTH Aachen Homepage; http://www.rwth-aachen.de/aw/main/deutsch/Zielgruppen/studierende/Studienangebot/Dokumente/~gkf/sprach-_und_kommunikationswissenschaft/). Die aufkeimende interessante Frage in diesem Zusammenhang ist allerdings: warum lernen wir einerseits den korrekten Umgang mit Sprache, d.h. korrektes schreiben in Hausarbeiten, sicheres Anwenden von grammatikalischen Formen, etc. und in den sogenannten web2.0 Formaten wird geflissentlich darüber hinweg gesehen.

Das man sich einen Account zulegen muss, um sich auf einer Homepage einzuloggen und einen Comment zu posten, versteht und beherrscht heutzutage jeder zehnjährige (wahrscheinlich sogar eher als mancher Erwachsene) und wird deshalb an dieser Stelle nicht betrachtet. Auch werden hier Programmiersprachen nicht weiter beleuchten, sind sie doch eine eigene, eher als Fremdsprache aufzufassende Gattung.

Ich möchte mich selbst gerne als Internetbewandert bezeichnen. Ich bin mit dem Internet aufgewachsen und dank des 56k Modems meines Vaters auch mehr oder weniger seit der ersten Stunde dabei. Trotzdem fehlt mir der Zugang zu manchem, vor allem in Foren, Blogs und Chats Verfasstem. Ein Blick in die allseits geschätzte Wikipedia verstärkt meine Depression. Dort heißt es unter  „Liste von Abkürzungen (Netzjargon)“ (Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_%28Netzjargon%29)

„Diese Seite listet eine Auswahl von Abkürzungen und Akronymen, die im deutschsprachigen Netzjargon allgemein üblich sind und in Chats, Instant Messengern, Diskussionsforen und ähnlichem von praktisch jedem verstanden werden.“

Ok, bei BTW („by the way“) oder den FAQs („Frequently Asked Questions“) komm ich mit und ich denke jeder hat auch schon mal „loud-out-gelaught“ (LOL=„Laughing Out Loud“), aber als ich neulich las, dass jemand „ kurz AFK“ aber „BRB“ und wenig später „B2K“ war und in einem weiteren Foren beitrag einem User „PEBKAC“ an den Kopf geworfen wurde und er sei der „DAU“, um ihm die nette Empfehlung „RTFM“ oder „JFGI“ auszusprechen, war ich überfordert und griff auf die oben genannte Liste zurück. Kurz übersetzt für Leidensgenossen: der erste User war kurz „Away From Keyboard“ aber „(Be) Right Back“ und dann „Back To Keyboard“. Der Forum-User war wohl ein Neuling, denn er wurde als das „Problem (Exists Between Keyboard And Chair)“ und als „Dümmster Anzunehmender User“ identifiziert. Empfohlen wurde ihm die Bedienungsanleitung zu lesen („Read The Fucking Manual“) oder es einfach mal zu googlen („Just Fucking Google It“).

Zugegeben, für viele mag dies Alltagssprache sein. Gerade Gamer nutzen und schätzen die Möglichkeiten des schnellen Kommunizierens. Oft hat man keine Zeit für ganze Sätze, da sonst schon der nächste „Headshot“ droht. Aber für Forenbeiträge, die gerade auch von  Laien besucht werden um aufkeimende Fragen beantwortet zu bekommen, gebietet sich eine allseits verstandene Art des Kommunizierens, da hier der Zeitfaktor auch keine Rolle spielt.  Naja, das ist natürlich alles natürlich nur IMHO mein POV und JFYI. Viele denken sich bestimmt jetzt „OMG, PLONG!“. SCNR.CYAL8R!

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Written by dominikpache

Februar 24, 2010 at 10:06 pm

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Did You Know?

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Das Web 2.0 ermöglicht es uns Allen, Informationen zu erhalten, zu denen wir vor kurzem noch keinen Zugang hatten. Und doch: Trotz dieser riesigen Informationsmenge, derer wir uns ausgesetzt sind, geraten wir immer wieder in eine Situation der Unwissenheit.

Dieses Video richtet die Frage an den Zuschauer: „Did you know?“. Und selbstverständlich müssen wir uns oft genug sagen „Of course, I didn’t know“. Also lernen wir in unserem Leben immer weiter, in der Universität mit Hilfe von Büchern, durch Kommunikation mit anderen Menschen und natürlich auch mit Hilfe des Internets.

Written by swetlanabraun

Februar 10, 2010 at 8:42 am

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Wetterkapriolen in Deutschland und im Rest der Welt

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Alle Welt scheint im Moment mit dem Wettergott auf Kriegsfuß zu stehen. Es ist zu kalt, es schneit zu viel und so weiter. Eine Katastrophe jagt die Andere. Das Streusalz ist im Moment ein stark begehrtes Gut und die Kommunen richten einen regelrechten Wettstreit aus, wer als nächster mit dem Manna der Erde versogt wird. Dass die Kommunen sich selbst in diese Notlage manövriert haben, wird vollkommen außer Acht gelassen. Hätten diese nicht am falschen Ende Einsparungen gemacht,wäre alle Speicher ausreichend mit Salz versorgt.

Im Süden Deutschlands fällt in jedem Jahr viel Schnee, weder kommt dort der Verkehr sofort zum Erliegen, noch zeichnen sich Salzprobleme ab. Die Menschen haben sich mit den Gegebenheiten arrangiert und kommen Bestens damit zurecht. Menschen die auf den Ostseeinseln Deutschlands leben, sowie auf Rügen, können wohl wahr von einem besonders harten Winter sprechen. Die Menschen haben nicht nur mit dem Schnee und der Kälte zu kämpfen, dort zeigt sich die Gewalt des Mehres mit voller Kraft, sodass einzelne Dämme auch noch zu brechen drohten.

Besonders dramatisch ist die Lage in Teilen Amerikas. Jedoch arangieren sich die Menschen und versuchen mit der gegebenen Situation zurecht zu kommen. Ich denke, dass die Menschen bewusster darauf achten sollten, dass das Wetter immer noch eine nicht beeinflussbare Naturgewalt ist.

http://www.ad-hoc-news.de/bilder/schneefloeckchen-weissroeckchen-suedflanke-eisiges-winterwetter-am-wochenende-345675_0_320.jpg Aachen, den 9.2.2010 (15.55 Uhr)

Im Endeffekt sollte man sich mit den Gegebenheiten abfinden so gut es geht und die schönen Seiten des Winters mit vollen Zügen genießen.

Written by lauravollmer6

Februar 9, 2010 at 2:59 pm

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Persönlicher Rückblick 1.0

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Das Seminar „Web 2.0“ ist zu Ende gegangen und eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit vielen Angeboten des Web 2.0 hat über die Dauer des Seminars stattgefunden. Eine Auseinandersetzung, die völlig andere Blickwinkel auf verschiedene Webprojekte geworfen hat, einige dieser Projekte sogar für andere vielleicht erst vorgestellt und näher an den Internetanwender gebracht hat.

Für mich persönlich dient dieser Blogbeitrag als kurzes persönliches Resümee, welches eventuell durch Kommentare eurerseits sogar Vergleichsmöglichkeiten zu lassen wird.

Blogs – Im Zusammenhang mit Enzensberger haben wir uns mit verschiedenen Blogs beschäftigt. Persönlich für mich ein Format, welches mir nicht Unbekannt war, jedoch auch bisher niemals meine längere Aufmerksamkeit erhalten konnte. Vielleicht liegt es daran, dass ich bislang noch nicht die Inhalte oder Autoren finden konnte, die mich langfristig mit ihrem Geschriebenen begeistern können? Eventuell interessieren mich Blogbeiträge von anderen Menschen gar nicht über eine längere Zeit und Menschen, die mich interessieren, finden andere Wege, mit mir zu kommunizieren? Wohlwissend, dass mein nun verfasster Blogeintrag völlig persönlich ist und ich ebenso die Gefahr eingehe, keinerlei Interesse zu wecken, bin ich dennoch auf das Resultat am Ende gespannt. Letztendlich zeigte mir auch dieser Blog bislang, dass meinerseits das Interesse nicht über das halbe Jahr hinweg immer da war…

Zeitlich ging es mit Twitter weiter – ein Medium, welches gerade jetzt stark expandiert und von sehr vielen anderen Netzwerken unterstützt wird. Fast unumgänglich ist derzeit ein Surfen im Internet ohne Twitter-Bezug und auch neue Verknüpfungen wie im ICQ 7.0 arbeiten hier nicht wider sondern bestärken diese Entwicklung nur. Während des Seminars habe auch ich Gefallen an diesem Medium gefunden – ein gelungener und vor allen Dingen schneller Austausch mit seinen Verfolgern, welcher für die schnelle Informationsweitergabe sehr komfortable sein kann. Und solange man Selbstdarstellern nicht „folgt“ und somit thematisch zur Medienagenda sein eigener Gatekeeper ist, kann es inhaltlich auch dauerhaft sehr spannend, informativ und unterhaltsam sein!

Die letzten drei Adjektive lassen sich auch auf YouTube beziehen. Mein persönlicher Drang, dort von mir Videos zu sehen oder selber welche online zu stellen, ist nicht vorhanden. Daran konnte auch die Auseinandersetzung innerhalb des Seminars nichts ändern. Nichtsdestotrotz ist YouTube für mich zum Beispiel als Unterhaltungsmedium sehr geeignet, so lassen sich dort einige gelungene Musikvideos wiederfinden, die mich im Gegensatz zu den Gatekeepern der kommerziellen TV-Sender ansprechen und nur im Internet ihre Plattform geboten bekommen. Letztendlich existierten über die letzten Monate hinweg persönliche Erfahrungen, welche die Möglichkeiten von YouTube aufzeigen und in denen man Transkription vollzogen hat. Aber dies würde zu weit vom eigentlichen Thema ablenken… 🙂

Insofern lieber zurück zum Ursprungsthema und somit zu Wikipedia – sicherlich schon vor dem Seminar mir und auch allen anderen bekannt. Aus meiner irgendwann beruflichen Sicht als Lehrer, wird es sicherlich interessant werden, wie sich diese Plattform weiter entwickelt und inwieweit die gedruckten Versionen von Wikipedia seriösen Anklang finden werden. Eventuell kann man sich ja dann in ein paar Jahren schulisch auf Referate mit der alleinigen Quelle der Wikipedia-Bücher „freuen“? Man wird es sehen…

… denn selbst dazu konnte Google mir gerade trotz mehrmaliger Sucheingabe noch keine Antwort geben! Aber Google als Wahrsager oder Zukunftsvoraussager wird es vielleicht bald auch geben?! Wer weiß das schon?!

Zusammenfassend bewegen wir uns in einer spannenden Web 2.0-Zeit mit vielen Web 2.0-Angeboten, zu denen jeder eine persönliche Beziehung aufgebaut hat! Vielleicht hätte man andere Formate neben diesem Blog-Format innerhalb des Seminars auch weiter benutzen können – zum Beispiel hätte die „Exzellenz“ auch YouTube „erobern“ können? 🙂

Ganz ohne YouTube-Verweis oder Quellenangabe, jedoch mit der Benennung meiner Hoffnung, dass dieses Posting vielleicht durch eure eigenen persönlichen Rückblicke ergänzt wird, verbleib ich mit lieben Grüßen! 🙂

Ps.: Ob es irgendwann mal an Universitäten ein Web 3.0-Seminar geben wird?

Written by thomaswillms

Februar 6, 2010 at 8:18 pm

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Porno-Attacke auf youtube – mal wieder…

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Das bekannte Imageboard und Forum „4chan“ hat für den heutigen Mittwoch (06.01.10) seine treuen Besucher zu einer interessanten Aktion aufgerufen. Das Videoportal YouTube soll mit Pornofilmen gefüllt werden.

Vor einiger Zeit wurde bei YouTube ein Benutzerkonto mit dem Namen „Lukeywes1234“ gelöscht. Nichts Besonderes würde man meinen. Doch diesem User hat sich die Schar hinter der englischsprachigen Webseite 4chan verschrieben. Wie Fans haben sie ihn und seine eigentlich unspektakulären Videos angepriesen. Bis YouTube plötzlich den Saft abdrehte. Der Account wurde gesperrt. Ein Ausweichaccount mit dem Namen „Lukeywes123“ wurde ebenfalls ins digitale Nirwana befördert.

Wieso? Die Antwort auf diese Frage steht nach wie vor aus. Im Prinzip ist sie aber nicht mehr notwendig. Denn die Racheaktion von 4chan wird jetzt ihren Lauf nehmen. Die dortige Community wurde aufgerufen, das Videoportal am heutigen Mittwoch, den 6. Januar 2010 mit Pornovideos zu überziehen. Präzise Anleitungen zur Vorgehensweise bei der Aktion kursieren im Web und bei 4chan. Alles nur, weil ein Account gesperrt wurde? Viele berichtende Portale sehen 4chan mit gemischten Gefühlen.

Die Videoclips sollen unverfängliche Titel tragen. Unter den Pornoclips sollen sich gewöhnliche Bilder befinden. Die Uploads sollen bereits Tage vor dem 6. Januar stattgefunden haben. Die Clips sollen jedoch nicht für die Öffentlichkeit sichtbar sein, sondern als „privat“ markiert bleiben. Erst heute sollen alle User ihre Videos freigeben.

Ob die Aktion klappen kann? Bisher lässt sich bei YouTube nichts besonderes finden. Sollten einige unserer Leser anderweitige Erkenntnisse erlangen, so steht die Kommentarfunktion zur Verfügung.

Über den Sinn der ganzen Aktion wird zuweilen auch diskutiert. Insbesondere da YouTubes Sperrgründe bis jetzt im Dunkeln liegen. Mit dieser Aktion wird aber vor allem eines auf die Probe gestellt: Die Zensurmaschinerie von YouTube. Diese dürfte nun nämlich bereits in den Startlöchern sitzen, um gegen die Videoclips vorzugehen. Sofern sie denn auftauchen.

Quelle: http://www.gulli.com/news/4chan-pornofilm-attacke-auf-youtube-2010-01-06

Written by christianhaeusler

Februar 4, 2010 at 11:12 pm

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Sozialbedürfnis/Begriffsentführung – Symmetrische Kommunikation?

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Begriffe wie Freundschaft oder symmetrische Kommunikation werden ganz schön leer, wenn man sie einfach so auf Onlinespiele wie Twitter übeträgt ohne zu berücksichtigen, dass hier das meiste aus dem Spektrum des Zwischenmenschlichen ausgeblendet ist.

[Das z.B. Twitter sich durch symmetrische Kommunikationsformen auszeichne, wurde ja oft betont // etwas knapp: http://de.wikipedia.org/wiki/Watzlawick#Symmetrisch_oder_komplement.C3.A4r]

Written by timk2

Februar 4, 2010 at 6:10 pm

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Leben wir in simulierten Welten?

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Hallo zusammen,

bei der Recherche für meine Hausarbeit bin ich auf einen recht interessanten Medientheoretiker gestoßen – Jean Baudrillard – der thematisch super zum Web 2.0 passt und eine ganz neue, kritischere Beurteilug der gegenwärtigen Mediesituation vertritt. Theoretiker wie Ezensberger zB sehen ja in der Entwicklung der hochtechnisierten Medienlandschaft wachsende Möglichkeiten der Kommuikation und des Austauschs, gerade was die Massenmedien angeht. Oft scheint es so, als ob die Welt, das Leben und unsere sozialen Interaktionen durch Massenmedien wie das Internet viel greifbarer, realer und organisierter werden. Baudrillard sieht die heutige Mediensituation jedoch eher kritisch: Massemedien sind für ihn die Garantie, das Meschen nicht mehr miteinander reden. Er vergleicht den Gebrauch von Massemedien mit der Nutzug von Gebrauchsgegeständen wie Kühlschränken oder Toastern, die man lediglich in eine Richtung gebraucht, konsumiert. Für ihn gibt es kein Außen vor den Medien und da dieses sich nur noch auf sich gegenseitig beziehen, eine Referenz zur Realität quasi nicht mehr besteht, leben wir in einer Zeit der Simulation. Realität gibt es demnach nicht mehr, nur noch simulierte Welten, die real scheinen und von der Wirklichkeit nicht mehr unterscheidbar sind.

Vielleicht scheint diese Theorie auf den ersten Blick etwas abgehoben oder weit hergeholt, trotzdem finde ich es interessant die ganze Mediengeschichte von so einer Seite mal kritisch zu betrachten. Ist schon eine komische Vorstellung, wenn man sich selbst vesucht eine Platz in diesem scheinbar großen Theater medialer Inszenierungen zuzuordnen?!

Written by mariedun

Februar 4, 2010 at 3:09 pm

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