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Seminar "Web2.0" am ISK der RWTH Aachen

Karneval

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Es ist wieder soweit. Herrensitzung, Damensitzung, Kindersitzung, viele Bützchen und viel Alkohol – KARNEVAL!!!
Wenn man aus Eschweiler kommt, ist man unweigerlich von Jecken umzingelt, die schon seit Monaten von Ordensappell zu Ordensappell und von Sitzung zu Sitzung tingeln. Bitte versteht mich nicht falsch, wenn man mit Leib und Seele dem Karneval verschrieben ist, habe ich dafür Verständnis. Aber als Nicht-Jeck ist es wirklich schwer, sich dem Ganzen zu entziehen. Und wenn man dann  – so wie ich zu meiner Zeit als freie Redakteurin unserer Zeitung – erst den Ernst hinter einem solchen Verein kennenlernt, dann ist man schon überrascht darüber, wie wichtig doch eine Vereinsfarbe für die Zugehörigkeit in der sozialen Gemeinschaft ist. Zugeben muss ich aber, dass unser Umzug an Rosenmontag wirklich ganz nett anzusehen ist, und soweit ich weiß ist unser Zug sogar der viertgrößte in Deutschland…

Ganz interessant fand ich den eigenen Button zum Thema auf unserer „Stadt Eschweiler“ – Seite unter der Rubrik „Kultur und Freizeit“. (http://www.eschweiler.de/1181_1778.html)
Dort heißt es:

Karneval
Der Karneval in Eschweiler stellt alljährlich ein Volksfest dar, das ohne Übertreibung als das Fest des Jahres schlechthin bezeichnet werden kann. Es zieht Menschen aller sozialen und gesellschaftlichen Klassen in seinen Bann und hat in der Eschweiler Bevölkerung eine überaus breite Basis. Bei den vielen Saalveranstaltungen, beim spontanen Straßenkarneval und schließlich beim Rosenmontagszug sind tausende Menschen dabei.
Volkskundler und Brauchtumsforscher verfolgen die Spuren des Karnevals auch in Eschweiler bis in vorchristliche Zeiten. Erste Nachweise von vereinsgebundem Karneval finden sich bereits im Jahr 1850, als der Eschweiler-Fratzenschneider-Verein einen Umzug durchführte und zu einem „Großen Maskenball“ einlud. In den 50er und 60er Jahren des 19. Jahrhunderts herrschte, wie aus vielen Zeitungsinseraten zu erkennen ist, in Eschweiler ein reges Fastnachtstreiben. Die Rosenmontagszüge fanden in der Eschweiler Bevölkerung wie auch im Umland große Beachtung.

Geht man einmal davon aus, dass in unserer engeren Heimat bis zum Ende des 18. Jahrunderts die bäuerliche Fastnacht vorherrschend war, dann vollzog sich in Eschweiler durch Vereine wie den Fratzenschneidern oder dem Eschweiler-Carnevals-Verein in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Umwandlung in den aufkeimenden städtisch-bügerlichen Karneval, wobei sich damals das kleine Eschweiler sehr stark an Köln orientierte.
Maßgebliche Gestalter des heutigen Karnevals sind die 22 Karnevalsgesellschaften sowie deren Dachorganisation, das Karnevals-Komitee der Stadt Eschweiler. Der Sitzungskarneval nimmt alljährlich mit der Prinzenproklamation seinen Anfang. Diese Proklamation, die als festliche Veranstaltung fünf Wochen vor Karneval stattfindet, kann als eines der gesellschaftlichen Ereignisse unserer Stadt angesehen werden. Anlass dieser Veranstaltung ist die Inthronisation des Narrenherrschers, des Prinzen Karneval, der in Eschweiler gemeinsam mit seinem Zeremonienmeister in der fünften Jahreszeit regiert.

Die Sitzungen, deren Darsteller zu einem großen Teil immer aus den eigenen Reihen stammen, geben auch heute noch dem milieugebundenen und meist mundartlich dargebrachten Vortrag den Vorzug und haben auch heute noch einen familiären-persönlichen Charakter wobei das Gemeinschaftserlebnis der Besucher im Mittelpunkt steht.
Ab dem Donnertsag vor Karneval, genannt Weiberfastnacht, sind die Straßen der Innenstadt urplötzlich von kostümierten, singenden und tanzenden Menschen übervölkert. Dieser Vorgang, ganz ohne Anweisung oder Organisation, beweist am eindrucksvollsten, dass in Eschweiler ein Teil der vielfach verlorenen Urtümlichkeit des Karnevals erhalten geblieben ist.

Das seit einigen Jahren an diesem Tag stattfindende Jecke-Tön-Festival, veranstaltet durch alle Eschweiler Mundart-Gesangsgruppen, zieht mit einer Atmosphäre wie auf dem Kölner Altermarkt immer wieder die Jecken in Scharen an.
Der Eschweiler Rosenmontagszug hatte schon vor hundert Jahren eine enorme Anziehungskraft in und ausserhalb unserer Stadt. Er stellt nicht nur in jedem Jahr den Höhepunkt der Session dar, er wird auch für jeden Eschweiler Prinzen zu einem unauslöschlichen Erlebnis. Sein Erscheinungsbild in seiner bunten Vielfalt ist der Ausdruck des Ideenreichtums und der Kreativität der Teilnehmer. In den letzten Jahren waren es etwa 6.500 Teilnehmer, in deren Verband sich 70 Musikeinheiten, rund 120 kostümierte Fußgruppen und 120 Fahrzeuge befanden, die auf einem nahezu 6 km langen Weg bis zu 300.000 Zuschauer begeistern.

Also, auf diesem Wege viel Erfolg für die anstehenden Uni-Prüfungen und viel Spass im Karneval. Vielleicht kann die Stadt Eschweiler ja noch mehr Jecken für ihren Karneval begeistern ;-)))

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Written by kristinamoench

Januar 20, 2010 um 11:59 am

Veröffentlicht in Uncategorized

Eine Antwort

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  1. Ich denke, dass der Karneval zum Rheinland gehört, wie das Kölsch zu Köln. Leider denken die meisten Jugendlichen, dass der Karneval im Rheinland die beste Saufveranstaltung des Jahres ist. Komasaufen und andere Aufreißer sind beliebte Themen um den Karnval in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mir ist es letztes Jahr in Köln passiert, dass wir fotografiert wurden von einem Reporter der Bildzeitung. Im Weggehen sagte er zu seinem Kollegen:“Die können wir nicht abdrucken, die sind zu nüchtern.“ Ich finde diese Wendung sehr schade, da der urtümliche Karnval mit seinen Sitzungen eine tolle Sache ist und gerade der Straßenkarnval in Köln ist ein Ereignis für sich und wird nicht umsonst als fünfte Jahreszeit des Rheinländers bezeichnet.Feiern udn Spaß haben sollte nicht nur an den Alkohol gekoppelt sein. Trotz allem ist gegen das ein oder andere Kölsch natürlich nichts einzuwenden. In diesem Sinne: KÖLLE ALAAF

    lauravollmer6

    Februar 3, 2010 at 10:34 am


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